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Grünes Dach- positives Karma für dein Zuhause!

Nachhaltigkeit


 

JANA 

Editor in Chief

schreibt & baut Bau-Content 

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Habt Ihr darüber nachgedacht euer Dach zu begrünen?

Habt Ihr schon darüber nachgedacht euer Dach zu begrünen? Wir haben wichtige Informationen zu unterschiedlichen Lösungen für Gründächer sowie deren Vorteile und Voraussetzungen zusammengestellt. Außerdem geben wir ein paar Tipps zur Pflege der Dachbegrünung. Ganz nebenbei: Sind sie nicht nur ein optisches Highlight, sondern hat auch aus ökologischer Sicht sehr interessant.


Pro Dachbegrünung

Es liegt nahe, dass eine Dachbegrünung ein wichtiger Aspekt beim ökologischen Bauen ist. Denn: Mit der Dachbegrünung sorgt ihr für ein besseres Klima in eurem Wohnumfeld. Das grüne Dach wandelt schädliches Kohlendioxid in Sauerstoff um und bindet jährlich pro Quadratmeter 0,2 Kilogramm Staub und Schadstoffe aus der Luft. Außerdem schenkt ihr Pflanzen und Tieren neuen Lebensraum und steigert so die Bio Diversität. Sparen lässt sich damit sogar auch: Jährlich ein bis zwei Liter Heizöl und Abwasserkosten, denn mit einem Gründach kann man bis zu 90 Prozent des Regenwassers nutzen.

 


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Eine Dachbegrünung kann die Lebensdauer eines Dachs zudem um bis zu 25 Jahre verlängern, denn Sonnenhitze und UV-Strahlen werden durch die Pflanzen abgeschirmt und das Material dadurch geschont. Die Schallreflexion nach außen sinkt um circa drei Dezibel, und nach innen sind die Umgebungsgeräusche etwa um acht Dezibel leiser.

 

Aufgrund dieser Vorteile gewähren viele Städte und Gemeinden finanzielle Anreize für die Dachbegrünung: Dort, wo die sogenannte gesplittete Abwassergebühr eingeführt wurde, zahlt man weniger, je mehr Versickerungsfläche beziehungsweise je weniger versiegelte Flächen das eigene Grundstück hat. 

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5 DINO-starke Vorteile im Überblick

  1.   steigert die Biodiversität
  2.  speichert Regenwasser
  3.  bindet Staub und Schmutzpartikel
  4.  optimiert den Wärmeschutz
  5.  verlängert die Lebensdauer des Dachs
  6.  wirkt Schall absorbierend

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Aufbau einer Dachbegrünung

Die Dachbegrünung besteht aus verschiedenen Lagen: Die unterste Schicht, die direkt auf dem Dach liegt, besteht in der Regel aus Kunststoffvlies und schützt die Dachabdeckung vor Schäden durch scharfkantige Steine und Wurzeln. Darauf liegen eine wasserdichte Schutzfolie und eventuell noch eine zusätzliche Wurzelschutzfolie. Die nächste Lage besteht aus einer Speichermatte mit einer Drainageschicht zur Wasserspeicherung und -ableitung. Ein darauf gelegtes Vlies verhindert, dass ausgewaschene Substratpartikel die Wasserableitung mit der Zeit verstopfen. Dann folgt die speziell für Dachbegrünungen gemischte Substratschicht: Sie ist leicht und durchlässig und besteht in der Regel aus Lavaschlacke, Tongranulat oder Bims gemischt mit Humus. Auf dieser Schicht wird eine spezielle Sprossen- und Samenmischung ausgesät. Sie besteht aus Pflanzen wie zum Beispiel Dachwurz und verschiedenen Sedum-Arten, die mit den kargen Lebensbedingungen auf dem Gründach problemlos zurechtkommen.


Die intensive und extensive Dachbegrünung

Extensive Dachbegrünung bedeutet, dass die Dachbegrünung höchstens 20 Zentimeter hoch und mit trockenheitsverträglichen Pflanzen wie Sedum, Dachwurz und Tripmadam bestückt ist. Das Dach ist zur Pflege oder Kontrolle begehbar. Die extensive Dachbegrünung bringt ein zusätzliches Gewicht von 40 bis 150 Kilogramm pro Quadratmeter aufs Dach.

 

Bei der intensiven Dachbegrünung sind die Pflanzen, etwa Stauden und Ziergräser, bis zu 40 Zentimeter hoch. Intensive Dachbegrünungen beginnen ab 150 Kilogramm pro Quadratmeter. Mit sehr großen Pflanzen bestückte Dachbegrünungen, die eher als vollwertige Dachgärten zu bezeichnen sind, können das Dach mit über 500 Kilogramm pro Quadratmeter belasten.

 

WICHTIG: Ob man sich für eine extensive oder intensive Dachbegrünung entscheidet, ist nicht nur abhängig von der Präferenz zu kleinen oder großen Pflanzen, sondern auch von der Statik des Gebäudes. Lasst euer Vorhaben unbedingt von einem Bausachverständigen prüfen. Aufgrund der speziellen Anforderungen an die Statik, die umfangreiche Planung und Überlegungen zur Absturzsicherung sollte eine intensive Dachbegrünung nicht vom Laien angelegt werden, sondern gehört in die Hände eines Fachmanns. Intensive und extensive Dachbegrünung unterscheiden sich im Aufbau und in der Bepflanzung stark voneinander.

 


Wähle geeignet Pflanzen aus


 

15 „grrroßartige" Pflanzen

  1. Fingerkraut,
  2. Küchenschelle
  3. ,Lavendel
  4. Nachtkerze
  5. Segge
  6. Tripmadam
  7. Taglilie
  8. Dachwurz
  9. Tripmadam
  10. Heidenelke
  11. Kleines Habichtskraut
  12. Kartäusernelke
  13. Mauerpfeffer, Schillergras
  14. Teppichsedum
  15. Traubensteinbrech

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Kostenabschätzung, Tipps & Förderung

Die Kosten für eine extensive Dachbegrünung liegen ohne Pflanzen zwischen 20 und 40 Euro pro Quadratmeter – die intensive Dachbegrünung ist in ihrer einfachsten Form schon etwa doppelt so teuer. In den meisten Gemeinden wird die Dachbegrünung mit bis zu 20 Euro pro Quadratmeter oder aber prozentual, mit etwa 25 bis 100 Prozent der Kosten, gefördert.

Aber Achtung: Dachbegrünungen, die als Auflage bei der Baugenehmigung vorgeschrieben wurden, sind je nach Gemeinde von diesen Zuschüssen meist ausgenommen – Nachfragen lohnt sich! Eine Dachbegrünung wird zudem oft als Entsiegelungsmaßnahme anerkannt und mit günstigeren Abwassergebühren belohnt. Die Ersparnis kann je nach Kommune bis zu 1 Euro pro Quadratmeter Dachfläche und Jahr ausmachen.

 

Wenn Ihr ein älteres Gebäude sanieren möchtet und dabei eine Dachbegrünung anlegt, könnt ihr auch bei der KfW eine staatliche Förderung erhalten, denn das Gründach zählt im Programm „Energieeffizient Sanieren“ als Maßnahme zur Wärmedämmung. Möglich ist für Einzelmaßnahmen ein Kredit über 50.000 Euro oder ein rückzahlungsfreier Zuschuss von zehn Prozent der Kosten (bis zu 5.000 Euro). Um den Antrag bei der KfW-Bank zu stellen, muss ein sachverständiger Energieberater des Bundes die notwendige Bescheinigung ausstellen. Das reicht ihr dann vor Beginn der Dachsanierung bei der KfW ein.

 


 

#kfw  #greenliving  #sustainability

 


Fotos: ©shutterstock