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Einfache Smart Home Systeme - Der Dino-Überblick!

Bauen


 

JANA 

Editor in Chief

schreibt & baut Bau-Content 


Tipp: Unbedingt Vergleichen! Deine persönlichen Ansprüche zählen!

Das beste Smart Home System? Wer die Hausautomation professionell umsetzen möchte, setzt besser auf ein System, das sich bereits in der Praxis bewährt hat. Wir stellen die beliebtesten Smart Home Systeme zum Nachrüsten in drei Kategorien vor: Einfachheit, Flexibilität und Sicherheit – denn das beste Smart Home System hängt am Ende nicht vom Preis, sondern von den persönlichen Prioritäten ab.

Unsere 5 DINO-Tipps im Überblick

Have a Look!

  1. EQ-3 Homematic IP
  2. AVM FRITZ!Box
  3. Eve Systems Smart Home
  4. Netatmo Smart Home
  5. Amazon Alexa

1. EQ-3 Homematic IP

EQ-3 ist einer der frühen Hersteller für Smart Home Komponenten und versorgt zahlreiche Smart Home Systeme mit seiner Hardware. Das eigene Smart Home System nennt sich Homematic IP und ist genauso unprätentiös, wie funktional. Soll heißen: Bei Homematic IP gibt es nicht viel Schnickschnack, kein schickes Design, sondern nur solide, günstige Smart Home Komponenten mit einer ausgereiften App. Dabei eignet sich das Smart Home System genauso für Einsteiger, wie für Fortgeschrittene.

 

Verschiedene Einsteigersets erlauben den schnellen Einstieg ins Smart Home: Zum Beispiel Heizungsautomation, smarte Lichtsteuerung und Einbruchschutz. Durch mehr als 80 verfügbare Komponenten kann das System nahezu beliebig erweitert werden. Entsprechende Module sorgen dafür, dass auch die Fußbodenheizung und die Beschattung per App oder Sprachassistent steuerbar werden. Auch Unterputzlösungen sind mit Homematic IP umsetzbar, sodass das Haus auf Dauer professionell automatisiert werden kann. Bei der Smart Home Umsetzung steht dem Homematic IP-Nutzer eine große Online-Community mit Rat und Tat zur Seite.

 

Daten & Fakten zu Homematic IP:

Typ: geschlossenes Smart Home System

Basisstation notwendig: Ja -> Homematic IP Access Point

Funkstandard: 868-MHz-Band (proprietär)

Einsatzgebiete: Sicherheitssystem, Heizungssteuerung, Raumklima, Lichtsteuerung, Haushaltsgeräte, Beschattung

Sprachassistenten: Amazon Alexa, Google Assistant, HomeKit, Siri

IFTTT kompatibel: Nein

Hue-kompatibel: Ja

 

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Vorteile

+günstige Komponenten

+ viele Erweiterungen

+ große Online-Community

Nachteile

- nur Homematic IP-Produkte können eingebunden werden



2. AVM FRITZ! Box

Der Berliner Hersteller AVM hat sich überlegt, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen und hat seinen Internetrouter, die FRITZ!Box, in eine Smart Home Zentrale verwandelt. Damit entfällt die zusätzliche Investition in eine Steuerzentrale, die für die meisten Smart Home Systeme im Vergleich benötigt wird. Die FRITZ!Box funkt besonders energiesparend über den DECT ULE (Ultra Low Energy)-Standard. Praktisch, damit die batteriebetriebenen Smart Home Komponenten nur selten nachgeladen werden müssen. Von AVM selbst gibt es bisher leider nur wenige kompatible Komponenten: Zwei smarte Zwischenstecker sorgen für das Schalten von Stromnetzgeräten per MyFritz!App oder in Abhängigkeit zum Sonnenstand, sowie die Auswertung des Stromverbrauchs. Das Heizkörperthermostat Fritz!Dect 301 erlaubt es, die Wohnung von unterwegs aus vorzuheizen – steht ein Fenster offen, wird die Heizung automatisch runtergefahren. Durch die Verwendung eines offenen Funkstandards können zusätzlich herstellerfremde DECT ULE Smart Home-Geräte in das FRITZ!Box Smart Home integriert werden. Zum Beispiel sind die Magenta Smart Home-Geräte, die über DECT ULE funken, mit der FRITZ!Box kompatibel. 

 

Daten & Fakten zu FRITZ!Box Smart Home:

Typ: Offenes Smart Home System

Basisstation notwendig: Nein (wenn FRITZ!Box vorhanden)

Funkstandard: DECT ULE/HAN FUN

Einsatzgebiete: Sicherheit, Heizungssteuerung, Raumklima, Lichtsteuerung, Vernetzung klassischer Haushaltsgeräte

Sprachassistenten: Alexa über Sketch

IFTTT kompatibel: Nein

Hue-kompatibel: Nein

 

Vorteile

+ kein Gateway nötig, wenn eine FRITZ!Box vorhanden ist

+ offener Funkstandard DECT ULE/HAN FUN

+ lokales Smart Home ohne externe Cloud-Anbindung

 

Nachteile

- wenige herstellereigene Komponenten

- nur DECT ULE-Geräte mit HAN-FUN sind kompatibel - keine Automation in Abhängigkeit von GPS-Daten

- Wenn-Dann-Automationen sind nur beschränkt möglich



3. Eve Systems Smart Home

Eve Systems hat es sich zur Aufgabe gemacht, ein Smart Home System speziell für Apple HomeKit beziehungsweise die Home App zu entwickeln. So ist es kein Wunder, dass Eve Smart Home-Geräte optisch gesehen perfekt in die Wohnung jedes Macies passen. Die Eve Systems-Komponenten erinnern allesamt an ein strahlend weißes iPhone. Erst seit 2016 ist der Hersteller im Smart Home Markt aktiv, dementsprechend überschaubar sind die bisher verfügbaren Komponenten.

 

Lohnt sich der Smart Home Einstieg mit Eve Systems trotzdem schon? Für Apple Fans, die bereit sind, für die hochwertigen Komponenten und mehr Wohnkomfort ein bisschen tiefer in die Tasche zu greifen: definitiv! Bereits jetzt kann man mit Siri zum Beispiel die Heizung steuern (Eve Thermo), Einbrecher auf frischer Tat ertappen (Eve Door & Window) und das Wohnzimmer ausleuchten (Eve Flare). Und natürlich lässt sich das alles über die Home App mit anderen HomeKit-kompatiblem Geräten verknüpfen.

 

Eine günstige Alternative zu Eve Systems ist das relativ junge Smart Home System Aqara. Geführt von dem chinesischen Xiaomi, das man von Smartphones kennt, bietet das Unternehmen preiswerte Sensoren an. Ein Aqara Hub ist dafür allerdings erforderlich, der kann aber lokal gesteuert werden und integriert eine Alarmsirene sowie ein Nachtlicht.

 

Daten & Fakten zu Eve Systems Smart Home:

Typ: Geschlossenes Smart Home System

Basisstation notwendig: Nein

Funkstandard: WLAN

Einsatzgebiete: Sicherheit, Lichtsteuerung, Heizungssteuerung, Vernetzung klassischer Haushaltsgeräte

Sprachassistenten: HomeKit, Siri

IFTTT kompatibel: Nein

Hue-kompatibel: Nein

Vorteile

+ kein Gateway nötig

+ Zusammenspiel mit Apple HomeKit-Geräten

+ einfaches Plug’n’Play-Prinzip

Vorteile

- iPhone oder iPad vorausgesetzt

- hochpreisig

- begrenztes Ökosystem

 



4. Netatmo Smart Home

In Smart Home-Kreisen ist vor allem die Netatmo Klimaüberwachung ein Klassiker: Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftqualität, CO2 sowie Lautstärke können bequem per App abgerufen werden. Das französische Smart Home System kann aber mittlerweile wesentlich mehr, als nur vor Unwetter warnen. Für den Garten sind ein Regenmesser und ein Windmesser zur Wetterstation dazugekommen. Für den Innenbereich gibt es smarte Thermostate, Rolladen/Jalousien-Aktoren und eine smarte Überwachungskamera, die Gesichter erkennt. Für die Sicherheit sorgen zusätzlich eine Alarmsirene und ein smarter Rauchmelder, der mit einer Notbeleuchtung gekoppelt werden kann. Auch das Netatmo-System kommuniziert direkt über das stromintensivere WLAN, dafür wird kein extra Gateway benötigt.

 

Im Gegensatz zu Eve Systems ist das Netatmo-System noch offener für Verknüpfungen. Die Geräte lassen sich per HomeKit, Amazon Echo und Google Home sprachsteuern und über IFTTT in verschiedene Smart Home Automationen einbinden. Die Systemoffenheit lässt dann auch verschmerzen, dass Netatmo nicht eine, sondern gleich vier verschiedene Smart Home Apps anbietet, welche verschiedene Teilsysteme steuern: HomeCoach, Security, Energy und Weather.

 

Die Geräte von Netatmo lassen sich per HomeKit, Amazon Echo und Google Home sprachsteuern.

 

Daten & Fakten zu Netatmo Smart Home:

Typ: Geschlossenes Smart Home System

Basisstation notwendig: Nein

Funkstandard: WLAN

Einsatzgebiete: Sicherheit, Lichtsteuerung, Heizungssteuerung, Klimaüberwachung, Beschattung

Sprachassistenten: Amazon Alexa, Google Assistant, HomeKit, Siri

IFTTT kompatibel: Ja

Hue-kompatibel: Nein

 

Vorteile

+ kein Gateway nötig

+ kompatibel mit HomeKit, Google Assistant und

   Amazon Alexa

+ einfaches Plug’n’Play-Prinzip

+ moderne App-Gestaltung

Nachteile

- hochpreisig

- verschiedene Smart Home Apps



5. Amazon Alexa

Alexa kennen die meisten als gesprächige Assistentin für die Musiksteuerung oder die Abfrage von Infos. Allerdings hat sich Amazons Alexa zur Schnittstelle für diverse Smart-Home-Geräte entwickelt, die entweder per Smartphone oder Amazon Echo Lautsprecher gesteuert werden können. Alle Geräte mit dem Label „works with Alexa“ können einfach mit der App gekoppelt werden. Der Echo Plus und der neue Echo (ab 2020) erlaubt sogar die direkte Integration von ZigBee-Geräten, so dass die Auswahl an Produkten noch größer ist. Alexa stößt aber dennoch an ihre Grenzen, wenn es um Geräte geht, die andere verbreitete Funksprachen sprechen wie Z-Wave oder Homematic IP. Außerdem können die eingebundenen Geräte in der Regel nicht so flexibel programmiert werden, wie das über die jeweilige Produkt-App möglich ist. Beispielsweise bietet die Philips Hue App wesentlich mehr Feineinstellungen als es die Alexa App für die Hue-Leuchten vorsieht. Für einen einfachen und vor allem sprachbasierten Einstieg in die Smart Home Welt ist Alexa aber eines der derzeit besten Smart Home Systeme.

 

Daten & Fakten zu Amazon Alexa:

Typ: Offenes Smart Home System

Basisstation notwendig: Ja/Amazon Echo (Plus) oder Alexa-fähiger Lautsprecher

Funkstandard: WLAN, Bluetooth, ZigBee

Einsatzgebiete: Sicherheitssystem, Heizungssteuerung, Raumklima, Lichtsteuerung, Haushaltsgeräte, Beschattung

Sprachassistenten: Amazon Alexa

IFTTT kompatibel: Ja

Hue-kompatibel: Ja

 

Vorteile

+ günstige Komponenten

+ viele Erweiterungen

+ große Online-Community

+ native Unterstützung von Philips Hue

(keine Bridge erforderlich

Nachteile

- Bisher gibt es Amazon Echo nur mit WLAN, Bluetooth und ZigBee-Funk. Andere Funkstandards werden nicht unterstützt.


Autor/Bildquelle: Text: JS, Fotos: ©shutterstock