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Die passende Dämmung für Fassade & Dach

Modernisieren


 

TOBIAS

BAUDINO Editor 

schreibt Bau-Content 


Foto: Gina Sanders / fotolia.com
Foto: Gina Sanders / fotolia.com

Kein Neubau ohne die richtige Dämmung: Der Gesetzgeber verpflichtet Bauherren energieeffizient zu bauen. Die Frage ist nur, welche Dämmmethode und welches Dämmmaterial verwendet werden sollen. Auch Altbauten müssen unter Umständen gedämmt werden. Das bedeutet zwar, investieren zu müssen, durch eine gute Wärmedämmung kann aber auch viel Geld gespart werden.  

 

Schlecht gedämmte Häuser verbrauchen viel Heizenergie. Wer sein Haus hingegen gut dämmt, kann Heizkosten sparen und trägt zur Energiewende bei. Angenehmer Nebeneffekt: Die Wände werden wärmer und das Wohnklima verbessert sich.

 

 

 

Dämmung und Renovierung? Am besten alle gleichzeitig!  

Die Dämmung des Hauses ist zwar eine oft kostenintensive, aber üblicherweise auch sehr effektive Maßnahme, um langfristig Energie und Heizkosten einzusparen. Es ist auch gar nicht zwingend notwendig, auf einen Schlag das gesamte Haus in eine Wärmedämmung einzupacken. Im Gegenteil: Experten empfehlen, dann zu dämmen, wenn ohnehin Sanierungsmaßnahmen anstehen. Braucht die Fassade beispielsweise einen neuen Anstrich, kann direkt ein Wärmedämmverbundsystem (WDVS) montiert werden. Die Kosten für das Gerüst fallen ja sowieso an.

 

Aus Kostengründen wird der Rohbau häufig mit einem Wärmedämmverbundsystem aus Polystyrol gedämmt. Es gibt aber auch andere Möglichkeiten der Dämmung und viele verschiedene Dämmstoffe.

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Dabei müssen Dämmmaßnahmen immer ins energetische Gesamtkonzept passen. Wer sich eine Heizung anschaffen möchte und diese auf den Energieverbrauch seines nicht gedämmten Hauses anpasst, dimensioniert diese möglicherweise etwas zu groß. Zumindest im Falle einer späteren Dämmung. Das ist rausgeschmissenes Geld. Wer zuerst die Fenster austauscht und die Fassade erst Jahre später dämmen will, sorgt in der Zwischenzeit für erhöhte Schimmelgefahr. Denn wer moderne Fenster einsetzt, verlegt die kältesten Stellen vom Fenster in eine Zimmerecke, wo die Feuchtigkeit nicht so schnell auffällt.

 

Eine vom Fachmann durchgeführte Thermografie, also eine Aufzeichnung mit einer Wärmebildkamera, kann genau aufzeigen, wo die Schwachstellen der vorhandenen Dämmung liegen. Dabei wird die Fassade auf einer Abbildung in unterschiedliche Farbtöne getaucht, die anzeigen, welche Stellen der Fassade Wärme durchlassen und welche bereits gut gedämmt sind. Dabei werden Wärmebrücken sichtbar. Gemeinsam mit einem Energieberater kann dann ein Plan zur schrittweisen energetischen Sanierung erstellt werden.

Fassadendämmung: Wintermantel fürs Haus

 

Es kann äußerst sinnvoll sein, die Fassade eines Hauses zu dämmen. Denn in Altbauten fallen bis zu 40 Prozent der Wärmeverluste über die Außenwand an. Preisgünstig und häufig angewendet werden hier sogenannte Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) mit Dämmplatten aus Polyurethan, bei denen ein mehrschichtiges Dämmsystem auf die vorhandene Fassade aufgebracht wird. Es gibt aber auch andere Möglichkeiten zur Dämmung der Außenwände, wie eine Kerndämmung oder hinterlüftete Vorhangfassaden.

 

Styropor oder Polyurethan sind gängige Dämmstoffe. Doch es gibt zahlreiche Alternativen zu diesen Wärmedämmverbundsystemen. Wir stellen sie vor.

 

Bei Altbauten mit hübscher Fassade und vor allem dann, wenn diese unter Denkmalschutz steht, lässt sich eine Außendämmung mit WDVS aber nicht realisieren. Eine Innendämmung ist dann oft die einzige Lösung – bei der es aber einiges zu beachten gibt.

 

Um die Heizkosten zu reduzieren, kann man eine Innenwand selbst dämmen. Wichtig sind hier die richtige Wahl der Dämmstoffe und die korrekte Ausführung.

Dachdämmung

Der Aufwand einer nachträglichen Dachdämmung hängt vom gewünschten Dachaufbau ab. Eine Aufsparrendämmung hat zum Beispiel den Vorteil, mehr Innenraumvolumen ausnutzen zu können. Dafür ist der Einbau aber sehr zeitintensiv, da hierfür die gesamte Dacheindeckung abgetragen werden muss. Das lohnt sich nur, wenn ohnehin eine Sanierung ansteht. Im Neubau ist die Aufsparrendämmung eine sehr gute Lösung. Die Dachdämmung kann aber auch mit einer Zwischensparren- oder Untersparrendämmung umgesetzt werden.

Untersparrendämmung

Eine Untersparrendämmung dämmt das Hausdach zusätzlich. Talentierte Heimwerker können die dafür notwendigen Arbeiten ganz leicht selbst erledigen.

Kellerdämmung

Durch ungedämmte Kellerräume geht unnötig Wärmeenergie verloren. Welche Art der Kellerdämmung sinnvoll ist, hängt davon ab, wie der Keller genutzt wird - ob als Hobby-, Wohn- oder Lagerraum.  

 

 

 

 

GEG verpflichtet zu bestimmten Dämmmaßnahmen

Manche dieser Dämmmaßnahmen sind für Neu- wie Altbauten in einigen Fällen sogar vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Dafür gibt es das Gebäudeenergiegesetz (GEG). Wer ein Haus kauft, muss es eventuell nachdämmen. Ausgenommen ist nur, wer sein Ein oder Zweifamilienhaus bereits seit Februar 2002 besitzt und selbst bewohnt. Auch, wenn ein Hausbesitzer nachweisen kann, dass eine Dämmmaßnahme unwirtschaftlich wäre, muss er sie nicht ausführen. In den meisten Fällen muss eine Dämmmaßnahme nur durchgeführt werden, wenn mindestens zehn Prozent eines Bauteiles sowieso renoviert werden. Will der Besitzer eines Altbaus dessen Putz erneuern, muss er bei der Gelegenheit eine Fassadendämmung anbringen. Wer diese Dämmpflichten ignoriert, riskiert ein Bußgeld in Höhe von bis zu 50.000 Euro.

Vielfältige Dämmstoffe für die Hausdämmung

Interessant ist aber nicht nur was, sondern auch womit gedämmt werden soll. Mittlerweile haben sich eine Vielzahl unterschiedlicher Dämmstoffe auf dem Markt etablieren können. Neben den Dämmstoffen auf Basis fossiler Rohstoffe wie Polyurethan und mineralischen Dämmstoffen wie Steinwolle werden eine ganze Reihe ökologischer Dämmstoffe angeboten wie Holzfaser. Guten Wärmeschutz bieten beispielsweise auch Stroh, Hanf oder Wolle.

 

EPS-Dämmung

 

Die EPS-Dämmung ist als kostengünstige Dämmung für viele Einsatzgebiete geeignet. Vor dem Einsatz sollten Vor- und Nachteile des Dämmmaterials berücksichtigt werden.

Kalziumsilikatplatten

 

Bei der Altbausanierung dämmen Heimwerker gerne mit Kalziumsilikatplatten. Wir fassen Vor- und Nachteile zusammen und erklären die Anwendung.

 

 

Vakuum-Isolierpaneele

 

Mit Nichts dämmen? Das geht tatsächlich. Denn luftleerer Raum, also Vakuum, überträgt so gut wie keine Wärme. Dieses Vakuum kann in nur zwei Zentimeter dicken Dämmplatten aufrechterhalten werden. Doch die unübertrefflichen Dämmwerte haben auch Nachteile.

Mineralwolle

 

Eine gute Dämmung ist unverzichtbar geworden, wenn es um Maßnahmen zur Energieeinsparung geht. Mineralwolle ist aufgrund ihrer Wirtschaftlichkeit und der leichten Handhabung der am häufigsten eingesetzte Dämmstoff.

Ökologische Dämmstoffe

 

Moderne Häuser brauchen eine Wärmedämmung. Viele Dämmstoffe bestehen zum Teil aus Kunststoffen oder Erdöl – nicht jedermanns Sache. Ein Überblick über natürliche Alternativen– und wie Bauherren beurteilen können, welcher Dämmstoff wirklich ökologisch ist.

Dämmstoffe bewerten: WLG und WLS

 

 

All diese Dämmstoffe kann man nach verschiedenen Kriterien bewerten. Die wichtigsten sind der Preis, die Dämmfähigkeit und die Brandschutzklasse. Wer Wert auf Nachhaltigkeit legt, für den ist außerdem die Herstellungsenergie, auch Graue Energie genannt, wichtig.

 

 

Der Preis: Der günstigste Dämmstoff ist EPS und für wenige Euro pro Quadratmeter zu haben. Wer höhere Ansprüche an die anderen Kriterien wie Ökologie, Brandschutz oder Dämmfähigkeit legt, muss mehr ausgeben. Je nach Produkt sind auch über 100 Euro pro Quadratmeter möglich.

 

Die Dämmfähigkeit: Je schlechter ein Stoff Wärme leitet, desto besser ist seine Dämmfähigkeit, beziehungsweise der Wärmeschutz. Die Wärmeleitfähigkeit wird selten mit dem Buchstaben λ, häufiger mit der Formel W/(m*K) gekennzeichnet. Je kleiner dieser Wert ist, desto besser. Eine Vakuumdämmplatte kann einen Wert von 0,004 erreichen, EPS hat oft eine Wärmeleitfähigkeit von 0,035, Beton 2,1. Zur Produktbezeichnung sind allerdings nur die Werte WLG (Wärmeleitgruppe) und WLS (Wärmeleitstufe) zugelassen, die bestimmte Werte in Gruppen zusammenfasst. Die errechnete Wärmeleitfähigkeit wird dabei gerundet und als dreistellige Ziffer angegeben. Ein Dämmstoff mit 0,0325 W/(m*K) gehört beispielsweise zur WLS 032 und zur WLG 035. Bei der WLS erfolgt die Einteilung in 1er-Schritten, es gibt also WLS 030 und WLS 031. Die WLG erfolgt in 5er-Schritten, es gibt also WLG 030 und WLG 035. 

Die Brandschutzklasse: Um zu kennzeichnen, wie leicht ein Dämmstoff brennt, wird er in Baustoffklassen von A1 bis B3 eingeteilt. Die meisten Dämmmaterialien sind B1 oder B2 und damit unter bestimmten Umständen brennbar. Unbehandelte Schafwolle wäre die Klasse B3 und damit leicht entflammbar. Wird Schafwolle als Dämmmaterial eingesetzt, wird sie aber behandelt und als B2 klassiert. 

 

 

Stein- oder Holzwolle kann dagegen auch als A2 eingestuft werden und gilt damit als nicht brennbar.  Graue Energie: Graue Energie bezeichnet die Energie, die für die Produktion und den Transport von Dämmstoffen aufgewendet werden muss. Eine offizielle Produktzertifizierung gibt es nicht. Unter anderem deswegen, weil die Lieferwege selbst bei einem Produkt variieren können, je nachdem, in welchem Land, welchem Baumarkt und welcher Baustelle es zum Einsatz kommt. Druckbelastbarkeit: Wer einen Fußboden dämmen und anschließend betreten will muss auf die Druckbelastbarkeit achten. Denn nicht jeder Dämmstoff ist belastbar. Relevant wird das Thema, wenn die Bodenplatte bisher nicht gedämmt war oder wenn der Dachboden gedämmt und anschließend als Lagerraum verwendet werden soll.

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